Archiv für März 2008
Frohe Ostern!
Auch wenn die Ostertage verregnet sein sollten:
Habt Sonne im Herzen und genießt das lange Wochenende!

Virtuelles Klassenzimmer
Das EPA bietet ab dem 01. April ein virtuelles Klassenzimmer an, in denen all die Menschen nachsitzen können, die sich bisher nicht eingehend mit Esp@cenet auseinander gesetzt haben. Aber ich lass’ mich ja gerne überraschen und werde mir die ein oder andere Stunde anhören.
Hier der Stundenplan:
01 April 2008 – esp@cenet – In the beginning
04 April 2008 – So you think you know all esp@cenet?
29 April 2008 – Register Plus & WebRegMT
18 April 2008 – EPO Publications Server – an overview
16 May 2008 – ESPACE ACCESS with MIMOSA – an introduction
Weitere Infos bekommt ihr, wenn hier im „medium“-Feld „online training“ eintragt und die Suche abschickt.
Wer schwänzt muss das EPÜ 2000 in allen Amtssprachen abschreiben
Yingying for Tibet!
Grade rechtzeitig zur Tibetkrise startet China einen Feldzug gegen Plagiatismus. So soll hart gegen die Menschen vorgegangen werden, die „Fake Fuwas“ – die Maskottchen der Olympischen Spiele – anbieten. Als ich mir den Text der SIPO durchgelesen habe, standen mir aufgrund der Parolendrescherei echt die Haare zu Berge. Mein Gedanke dabei war nur: Jetzt werden die tibetischen Demonstranten, die „Yingying“ – die tibetische Antilope – als Maskottchen für den Widerstand auserkoren haben, im Namen des Marken und Urheberrechts festgenommen – Exikution nicht ausgeschlossen…
Tick tick tick…
Hat man plötzlich die glorreiche Erfindung gemacht, die endlich all die Probleme löst, mit denen man sich schon seit einiger Zeit rumschlägt, fragt man sich, warum bisher niemand anderes auf diese nun simpel scheinende Idee gekommen ist. Und schon beginnt die gefühlte Zeit schneller zu ticken – die Konkurrenz wird nun (wo man ja selber schon auf die Idee gekommen ist) bestimmt bald „nachziehen“. Also muss ein Patent her…
Ist die Entwicklung jedoch noch nicht ganz ausgereift, sollte eine Anmeldung gut überlegt sein. Mit Anmeldung beim Patentamt rollt nämlich eine Fristenwelle los – und das in Echtzeit:
- Nach 12 Monaten läut die Prioritätsfrist ab: Jetzt sollte man spätestens wissen, ob sich weitere Anmeldungen bspw. im Auslad lohnen. Nun kann auch nochmal „nachgebessert“ werden: Wenn die Entwicklung weiter fortgeschritten ist, können zusätzliche Merkmale in die Nachanmeldungen aufgenommen werden (der Anmaldungsgegenstand muss natürlich der selbe bleiben).
- Nach 18 Monaten wird die Anmeldung veröffentlicht: Nun wissen auch die Mitbewerber, was man im Schilde führt. Gegebenenfalls fangen diese nun an, Umgehungslösungen für das angestrebte Patent zu suchen.
- Zudem werden von den Ämtern Fristen gesetzt, die einen unter Umständen dazu zwingen die Ansprüche einzuschränken. Jetzt sollte man wissen, wie denn genau das Produkt später aussieht, damit man nachher nicht etwas schützt, was gar nicht verkauft werden soll.
- Von den Kosten ganz zu schweigen, die in den Sand gesetzt werden, sollte eine Idee sich als Schnapsidee herausstellen.
Beim Gang zum Patentanwalt sollte somit zumindest vage gewusst werden, ob, wie, wo und wann das Produkt voraussichtlich in Produktion gehen soll.
Wortgemetzel
Trotz eigentlich guter Vorlage stolpert man in Delphion über Texte wie diesen:
Aus WO04085802A1:
[...] Allen Ausführungsformen ist gemeinsam, dass die Zwischenglieder bzw. deren Nockenrollen durch besondere Federn mit den Nocken in {(ontakt gehalten werden müssen. Dies wird anhand der Situation bei Nullhub, die bei Zylinder- abschaltung vorliegt, unmittelbar einsichtig.
Die erfindungsgemäRe Vorrichtung kann einschließlich eines Verstellmotors bzw. einer Verstellvorrichtung für jedes Ventil eines \/10tors separat vorgese- hen werden, sodass b@liebige I(ombinationen von Ventilhüben bzw. Offnungs- winkeln der einzelnen Ventile eines Motors möglich sind, einschliel3lich der Ak- schaltung einzelner Zylinder. In der P;egel wird man aber eine gemeinsame Ver- stellung mehrerer Ventile vorsehen. Dies gilt insbesondere bei mehrventiligen Adotoren für die Ein- und Auslassventil@ eines Zylinders. [...]
Dieses Gemetzel von Worten zieht sich durch den ganzen Text – ehrlich gesagt ein Wunder, dass die Stichworte, nach denen ich gesucht habe, hier und da doch vollständig vorkommen.
Drei Monate
Jetzt bin ich schon drei Monate dabei, diesen Blog mit Inhalt zu füllen (hier mein erster Eintrag am 11.12.2007). Und nun ist es insbesondere Zeit, sich bei meinen Lesern zu bedanken! Danke, dass ihr so ein reges Interesse an meinen „Notizen aus dem Alltag“ zeigt. Wenn ich nicht in meiner Blogstatistik (hier sei auch wordpress.com gedankt!) sehen könnte, dass dieser Blog eine relativ konstante Leserschaft aufwiese, hätte ich sicherlich die Lust daran verloren, mich nach neuen Themen umzusehen, die interessant für den Einen oder Anderen sein könnten.
Und hier noch ein paar statistische Daten:
- Es sind bis dato 29 Beiträge veröffentlicht
- Der Blog wurde insgesamt 406 mal aufgerufen
- Seit Anfang dieses Jahres wird im Schnitt 31 mal pro Woche auf den Blog zugegriffen
- Es wurde bisher nur ein Kommentar abgegeben (von Spam abgesehen) – hier würde ich mir in Zukunft mehr wünschen…
- Der Beitrag Gebührenerhöhung beim EPA wurde insgesamt 26 aufgerufen und ist damit bisher der beleibteste Artikel
Und hier noch die graphische Auswertung der Besucherzahlen der letzen Tage:
Ich würde mich in Zukuft über Kommentare zu den einzelnen Beiträgen und Kritik im Allgemeinen sehr freuen und hoffe zudem auch künftig Themen zu treffen, die eine (wachsende) Leserschaft interessieren.
VZ für Studis
Werde ich jetzt abgemaht, weil ich VZ im Titel führe?
StudiVZ ist in aller Munde: Meine Frau hängt fasst täglich darin und nutzt dies als Hauptmedium, um sich mit ihren Kommilitonen über Fahrgemeinschaften, Arbeitsgruppen oder den Stand ihrer Ausarbeitungen abzusprechen. Als ob es keine E-Mail gäb’…
Die es nicht lieben, hassen es (oder haben einen Account bei Facebook) – oder verstehen zumindest nicht, warum man sich in einem Netzwerkverzeichnis entblößt, das ein derart schlechtes Image hat: Nicht nur, dass StudiVZ angekündigt hat, die Namen von mutmaßlichen Straftätern herauszugeben (beispielsweise wenn sich jemand mit einem Joint hat fotografieren lassen), sondern auch, dass die Holzbrink Gruppe (deren Tochter StudiVZ ist) mit einer äußerst aggressiven Abmahnwelle über andere Domaininhaber mit „VZ“ herfällt.
In anderen Blogs wunderte man sich, dass die Abmahnungen schon in die Post gegangen sind, bevor das DPMA die Marke „StudiVZ“ eingetragen hat (Eintragungstag ist der 04. März 2008). Jedoch hat die StudiVZ Limited eine europäische Gemeinschaftsmarke angemeldet, die schon am 22.02.2008 eingetragen wurde (sie Bildmarke schon am 31.01.2008). Ich denke, hierauf stützen sich die Abmahnungen.
Wie es weiter geht, wird sich zeigen. Ich denke die Gemeinschaft wird sich nicht sehr lange in einem so unpopulären Netzwerk aufhalten und ggf. umziehen (es gibt ja alternativen). Zumindest kann ich jedem empfehlen, die Einverständniserklärung zur Speicherung der Daten zurückzunehmen! Bisher haben 90% dem zugestimmt, in dem Glauben, sie würden damit interessantere Werbung bekommen… aber wozu StudiVZ die Daten noch benutzt, kann nicht abgesehen werden. Loyal haben die Betreiber sich bisher nicht gezeigt.
Hier eine Linkliste zum Thema:
http://www.hannesm.de/blog/?p=38
http://www.ra-maas.de/2008/03/03/vz-abmahnungen-die-naechste-abmahnwelle/
http://www.heise.de/newsticker/meldung/104224/from/rss09


